Gamma Counter

Gammazähler

Speziell für Anwendungen in der Nuklearmedizin (inkl. PET / SPECT)

Ein Gammazähler (engl. Gamma Counter) ist ein Messgerät zur Bestimmung von gamma-strahlenden Radionukliden in diversen Probenmatrices (z.B. Wasser, Boden, Gewebe, Blut, Urin). Zahlreiche kommerziell erhältliche Gamma Counter machen sich das Szintillationsprinzip zu Nutze. Dabei trifft die Gammastrahlung auf einen festen Szintillator, beispielsweise einen NaI-Kristall, der mit etwas Thallium dotiert wurde. Die dabei freiwerdenden Photonen können mittels einer Photomultiplierröhre verstärkt und dann ausgewertet werden – hinsichtlich Energie und Intensität. Moderne Gamma Counter verfügen über einen automatischen Probenwechsler für hunderte Proben. Auf dem Markt gibt es Gamma Counter für diverse Messzwecke (u.a. Umweltüberwachung, RIA – Radioimmunoassays, Lebensmittelüberwachung und Strahlenschutzanwendungen). Der Hidex Automatic Gamma Counter (AMG) wurde speziell für Anwendungen in der Nuklearmedizin (inkl. PET / SPECT) entwickelt und besitzt eine eingebaute Probenwaage (optional), mit der die Proben vor der Messung automatisch eingewogen werden können.

Moderne Gammazähler mit eingebautem NaI-Detektor verfügen prinzipiell über eine sehr hohe Zählausbeute. Dagegen ist die spektrale Auflösung deutlich schlechter als bei Halbleiter-Detektoren. Ein Gammazähler mit NaI-Detektor sollte verwendet werden, wenn man die in der Probe vorkommenden Radionuklide kennt. Bei PET-Anwendungen oder nuklearmedizinischen Untersuchungen sind die verwendeten Radionuklide stets bekannt, somit bieten sich hier Messgeräte mit NaI-Detektoren (3“)  an. Durch die sehr hohen Zählausbeuten – bei PET-Nukliden bis zu 45% – können zuverlässige Messergebnisse bereits mit kurzer Messdauer je Probe erreicht werden. Aufgrund der möglichen Sättigung des NaI-Detektors sollte die Zählrate etwa 10 Millionen cpm (=Impulse pro Minute) nicht übersteigen. Dies entspricht einer Aktivität von einigen hundert Kilo-Becquerel in der Probe, je nach zu messendem Radionuklid. Sollten sehr aktive Proben zu messen sein, empfiehlt sich eine Verdünnung, um den Detektor nicht zu überlasten.