Liquid Scintillation Counter

Flüssigszintillationszähler

Ein Flüssigszintillationszähler (engl. Liquid Scintillation Counter) ist ein Messgerät zur Bestimmung von Radionukliden. Das Messprinzip basiert auf dem Szintillationseffekt. Dabei regen die beim radioaktiven Zerfall freiwerdende Teilchen (z.B. Elektronen) einen Szintillator an, der anschließend Photonen aussendet. Dieses Photonen werden von einer oder mehreren Photomultiplierröhren verstärkt und hinsichtlich Intensität und Energie ausgewertet. Bei einem Flüssigszintillationszähler liegt der Szintillator in flüssiger Form vor – als integraler Bestandteil des LSC-Cocktails. Das flüssige Probenmaterial kann direkt im Vial mit einem geeigneten LSC-Cocktail gemischt und in den Flüssigszintillationszähler gegeben werden. 

Diese Methode ist hervorragend zur Bestimmung von Alpha- und Betastrahlern geeignet, mit üblicherweise hohen Nachweiswahrscheinlichkeiten (>25%). Einige betastrahlende Radionuklide, wie beispielsweise H-3 und C-14, lassen sich in wässrigen Proben am besten mittels Flüssigszintillationszählung nachweisen. Zur Bestimmung der absoluten Probenaktivität müssen herkömmliche Flüssigszintillationszähler kalibriert werden oder es wird eine eingebaute Strahlenquelle benötigt, um die Aktivität der Probe zu ermitteln. Moderne Flüssigszintillationszähler kommen inzwischen ohne eingebaute Strahlenquelle aus – unter Verwendung der TDCR-Technik (siehe Hidex 300SL / 600 SL).